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Neues Mähkonzept für die Blühwiesen

Gütersloh - Sie sind nicht zu übersehen: Rasen- und Wiesenflächen mit blühenden Sommerblumen. D

Sie sind nicht zu übersehen: Rasen- und Wiesenflächen mit blühenden Sommerblumen. Der städtische Fachbereich Grünflächen wendet bei 37 Rasen- und Wiesenflächen ein neues Mähkonzept an, bei dem
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„Dadurch wird auch ein Beitrag zur Artenvielfalt und zum Insektenschutz geleistet, denn die Vegetation kann sich natürlicher und nachhaltiger entwickeln“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Das Konzept sei voriges Jahr im Umweltausschuss vorgestellt und beschlossen worden. Diese naturnahe Pflege mit reduziertem Mähaufwand wird bereits seit einiger Zeit vor allem im innerstädtischen Verkehrsgrün umgesetzt. Der Fachbereich Grünflächen hat das Konzept jetzt ausgeweitet. Mithilfe einer bewährten A-B-C-Methode, die von Biodiversitätsplaner Dr. Philipp Unterweger in Zusammenarbeit mit der Stadt Tübingen entwickelt wurde, wurden alle Rasen- und Wiesenflächen im Stadtgebiet charakterisiert.

37 Standorte 

Im Blickpunkt liegen dabei sogenannte B-Flächen. Dies sind Rasenflächen, die bislang aus eher optischen Gründen regelmäßig geschnitten wurden. Insgesamt 37 Standorte haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Grünflächen in diesem Jahr in die neue Umwandlung aufgenommen. Das sind etwa 1,5 Hektar Wiesenfläche. „Dort haben wir das Pflegemanagement nun angepasst“, erklärt Dirk Buddenberg, Leiter des Fachbereichs. „Dies ist ein langfristiger Methodenwechsel, denn der Erfolg ist immer auch standort- und lichtabhängig. Wichtig ist, das Mähgut immer aufzunehmen, um die Flächen abzumagern.“

Winterquartiere für Insekten

Die Flächen werden nur noch ein, höchstens zwei Mal im Jahr gemäht, und zwar zwischen Ende Juni und Anfang Mai. So bleiben zum Beispiel auch Winterquartiere für Insekten erhalten. „Je unterschiedlicher die Zeiträume sind, desto besser ist es für die Natur“, so Buddenberg. Blütenreiche Flächen sollten jedoch zweimal pro Jahr gemäht werden. Dadurch werde die Blütenvielfalt gefördert.

Akzeptanzstreifen

„Neue Blumenarten säen sich aus und dem Wachstum von Kraut und Gräsern wird entgegengewirkt“, erläutert Stadtgärtner Ingo Dieding, der sich mit seinen Kollegen um die Flächen kümmert. „Durch eine behutsame Entwicklung ausgewählter Flächen erhoffen wir uns eine erhöhte Akzeptanz der Gütersloherinnen und Gütersloher“, unterstreicht Dirk Buddenberg. Regelmäßig gehen beim Fachbereich Grünflächen jedoch Bürgerbeschwerden über zu hoch stehendes Kraut vor allem im Verkehrsgrün sowie im unmittelbaren Wohnumfeld ein. Dem wirken die Mitarbeiter des Fachbereichs Grünflächen entgegen. Die Lösung: ein kurz geschnittener „Akzeptanzstreifen“ an den Rändern. „Dadurch entsteht ein gepflegter Eindruck, der die Methodik erkennbar macht“, so Buddenberg. Gleichzeitig diene der Streifen der Verkehrssicherheit, indem er verhindere, dass sich der Aufwuchs auf die Wege neigt.
21.04.2021 12:54